Aus dem Tagesspiegel: Räumung abgesagt

Wir dokumentieren einen Artikel aus dem Tagesspiegel vom 22.4 über die Absage der Zwangsräumung von Zeinab und Maya

Geplante Zwangsräumung in der Hermannstraße wurde abgesagt

Am 29. April sollten eine Mutter und ihre Tochter ihre Mietwohnung in der Hermannstraße verlassen. Nun ist die geplante Zwangsräumung in Neukölln abgesagt worden.

Eine demnächst geplante Zwangsräumung in Berlin-Neukölln ist abgesagt worden. Nach Angaben des Bündnisses „Zwangsräumungen verhindern“ sollten am 29. April eine Mutter und ihre Tochter ihre Mietwohnung in der Hermannstraße verlassen. Die Frau habe wegen säumiger Mietzahlungen von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ geräumt werden sollen. Am Montag erklärte die Gesellschaft, dass die nicht am 29. April stattfinden werde.

Ob der Termin aus Sicherheitsgründen verschoben worden ist oder man sich mit der Mutter geeinigt hatte, bleib zunächst unklar.
Mieteraktivisten hatten zu einer Blockade der Räumung aufgerufen. Dem Bündnis zufolge wohnt Zeinab A. seit rund 15 Jahren in der Hermannstraße . Nachdem ein anderes Mitglied der Familie ausgezogen sei, sei das Jobcenter nicht bereit gewesen, die volle Miete zu übernehmen.

Auch zwei Tage später, am 1. Mai, wird die Berliner Wohn- und Sozialpolitik eine Rolle spielen. Auf der traditionellen 18-Uhr-Demonstration durch Kreuzberg und Mitte soll es auch um die steigenden Mieten gehen. Außerdem rufen linke Gruppen zuvor zu einer unangemeldeten Demonstration am Kreuzberger Mariannenplatz auf. Dort soll um 17 Uhr unter dem Motto „Verdrängung stoppen – Zwangsumzüge verhindern!“ protestiert werden.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-neukoelln-geplante-zwangsraeumung-in-der-hermannstrasse-wurde-abgesagt/8103760.html


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