Kienitzer 95 WG: Einladung zum Gerichtsprozess

Im Jahre 07 begab es sich, dass drei Menschen eine Wohnung in einem seit vielen Jahren teilweise leerstehenden Gebäude bezogen: Unsanierter Altbau,
Allesbrenner, hässliche Holzvertäfelung im Flur und Ochsenblut auf den mehr oder weniger gut erhaltenen Dielen, Vermieter GbR Andreas Merkel & Marc
Schienbein geben sich freundlich, andere Mieter*innen leben seit vielen Jahren in dem Haus. Soweit so gut.

Als die Gräflich Castell´sche Grundbesitz GmbH & Co. KG 2011 die Hausverwaltung übernahm, folgten Modernisierungsankündigungen, neue Fenster
haben nun alle im Haus. In den von Vormietern aufgrund von Veränderungen in Haus & Kiez verlassenen Wohnungen wurde gleich richtig zugelangt. Hier
gehören nun Fußbodenheizungen und Eichenparkett zur Ausstattung, und natürlich die dazugehörige Miete.

Unstimmigkeiten in den Rechnungen, schlecht eingebaute Fenster, keine Berücksichtigung von Instandsetzungskosten und eine Reihe anderer Vorkommnisse
führten bei den Mieter*innen im Haus verständlicherweise zu einigem Unmut. Highlight in diesem Falle: ein unangekündigter Durchbruch zwischen Bad und
Speisekammer, wobei die mies eingebaute Fenster in den Wintermonaten auch nicht zu unterschätzen sind. Nach einem zeitlich unpassendem Angebot des
Vermieters, die Schäden auszubessern, wurden noch einige Versuche unternommen, eine Reparatur in die Wege zu leiten, jedoch wurden diese
Bemühungen mit außerordentlicher und fristgerechter Kündigung mit anschließender Räumungsklage quittiert. Die Begründung hierfür wird in der
angeblich mutwilligen Verhinderung der Mangelbeseitigung gesehen…. mal davon abgesehen scheint es aus adeliger Wahrnehmung eine „Unverschämtheit“
zu sein, Mängel wiederholt zu rügen, wie aus einem Schreiben den Grafen persönlich hervorzugehen scheint.

Geschäftsführer der Gräflich Castell´sche Grundbesitz GmbH & Co. :

Andreas Merkel: Investmentberater, Hausbesitzer, Vermieter, Schlagzeilen machte er bereits 2004 in der Mieterecho Ausgabe 303 mit der „Umstrukturierung“ der Waldemarstraße 42, dessen Lektüre übrigens wärmstens empfohlen wird.

Hierzu sagt Herr Merkel:

„Die Ordnung der Mietverhältnisse und die hochwertige Sanierung standen bei
diesem Schmuckstück in gefragter Berliner Szenelage im Vordergrund. Die
nachhaltigen Verhandlungen mit den Behörden machten Umbauten möglich, die
heute von allen Mietern geschätzt werden und die beständige Vollvermietung
sicherstellen“.

Andreas Merkel (Zitat http://castell-grundbesitz.de/waldemarstrasse-42-berlin.html)

Heinrich Graf zu Castell-Castell: bekannt durch seinen Namen und die Familienunternehmen: Fürstlich Castell´sche -Bank, Credit-Casse AG, -Domänenamt (Weingut), -Forstverwaltung, -Meierei, -Fischzucht.

Hier geht es wie immer nur um einen beliebigen Grund für Rauswurf zur Gewinnmaximierung.

Über eure Unterstützung würden wir uns freuen, daher laden wir euch und all eure Freund_innen zu unserer ersten „Güteverhandlung“ am 29.10.2013 um 09:30 Uhr im Raum 128 des Gerichtsgebäudes in der Karl-Marx-Straße 77-79 ein.

Davor wird noch eine kleine Kundgebung stattfinden um auf den Prozess aufmerksam zu machen.

Freund*innen der Kienitzer 95 WG