Veranstaltungen im Vorfeld der Lärmdemonstration am 18.10.

Im Vorfeld der Lärmdemonstration am 18.10. gibt es einige interessante Veranstaltungen, die sich thematisch mit einigen Inhalten der Demo überschneiden:

Samstag, 18.10., 13:00 – Mikrofonikia durch Neukölln (Nachbarschaftszentrum, Mahlower Straße 27)

Diese Aktionsform, die wir von griechischen Aktivist_innen übernommen haben, ist im wesentliche eine spaßige und laute Info-tour. Wir werden mit einem Megafon und vielen Flyern ausgestattet durch Neukölln ziehen, Infos und Sprüche durchgeben, Flyer verteilen und durch die daraus resultierende Aufmerksamkeit versuchen, mit vielen Nachbar_innen ins Gespräch zu kommen.

Samstag, 11.10. 15:00: Kiezspaziergang des Rixdorfer Kiezforums (Alfred-Scholz Platz, am Richardplatz Ecke Karl-Marx Straße)

Das Rixdorfer Kiezforum, welches ebenfalls die Lärmdemonstration unterstützt, lädt auf einen weiteren, sicherlich wieder sehr informativen Kiezspaziergang durch Rixdorf ein. Dieses Mal werden insbesondere Noch-Brachflächen und aktuelle Baustellen besucht. Zum Abschluss gibt’s Suppe im „Linus“.

Samstag, 11.10. 18:00: Videokundgebung (Kiezwand Ecke Weisestraße und Herrfurthstraße)

Auf dieser Videokundgebung wollen wir noch einmal gemeinsam ein paar Widerstandsgeschichten aus Neukölln und ganz Berlin Revue passieren lassen. Wir zeigen eine kleine Doku über Verdrängung in Neukölln, verschiedene kleine Videoclips zu Verdrängung und den Widerstand dagegen aus Neukölln und ganz Berlin. Zwischendurch gibt’s Musikvideos passend zum Thema.

Montag, 13.10. 18:30 Filmvorführung und Diskussion: „Verdrängung hat viele Gesichter“ (Moviemento)

„Berlin. Ein kleiner Kiez zwischen Ost und West. Verwilderte Brachen am ehemaligen Mauerstreifen. Motorsägen und Baukräne. Neubauten, Eigentumswohnungen und steigende Mieten. Versteckte Armut, AltmieterInnen, zugezogene Mittelschicht, Architekten, Baugruppen. Auf engstem Raum wird ein Kampf ausgetragen. Von Gesicht zu Gesicht. Direkt. Ohne Blatt vor dem Mund. Ängste artikulieren sich. Auf allen Seiten. Wut verschafft sich Ausdruck. Ein Kampf um Millimeter. Um den Kiez. Um Würde. Und um das eigene Leben.“

Der Dokumentarfilm „Verdrängung hat Viele Gesichter“ vom Filmkollektiv Schwarzer Hahn erscheint diese Woche in Berliner Kinos und verspricht eine interessante neue Perspektive auf die Mietenkämpfe in Berlin zu zeigen.

Am Montag, den 13.10. werden wir den Film gemeinsam schauen und anschließend etwas über die aktuellen Vorgänge in Neukölln diskutieren.

Einen Trailer gibt es hier.

Dienstag, 14.10. 19:00 Videokundgebung vor einem Haus der Berlin Aspire Real Estate (Hermannstraße 232)

Die Berlin Aspire Real Estate ist bekannt dafür, auf aggressive Art und Weise Miet- in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Mieterhöhung, dann Kündigung, dann Verkauf oder Ferienwohnungsvermietung über AirBnB – dies ist die Art und Weise, wie Berlin Aspire standardmäßig agiert. Mieterschutz und Mieterrechte interessieren Berlin Aspire nicht – es geht nur ums schnelle Geld.

Zusammen mit dem Café Reiche werden wir vor einem kürzlich von der Berlin Apire erworbenen Haus eine Videokundgebung halten, wo wir gemeinsam den Film Mietrebellen schauen werden.

Mittwoch, 15.10. 19:00: Diskussionsveranstaltung: Community Organizing und Mieter_innenmobilisierung in Berlin (Tristeza)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wem gehört die Stadt“ der Autonomen Neuköllner Antifa gibt es eine Podiumsveranstaltung mit Robert Maruschke, Kotti und Co. und Zwangsräumungen Verhindern.

Robert Maruschke, Autor und Aktivist hat ein Buch über Community Organizing geschrieben – einer aus den USA kommenden Technik, die sich mit der Aktivierung und Bestärkung von Menschen in der Nachbarschaft beschäftigt, um sich für ihrer Rechte einzusetzen. In diesem Zusammenhang untersucht er nicht nur die Ursprünge dieses Organisierungskonzeptes und theoretische Debatten, sondern auch praktische Anwendungsfelder bei der Mieter_innenmobilisierungen in Berlin. Gemeinsam wollen wir den Möglichkeiten von Community Organizing für aktuelle Kämpfe nachgehen, dieses aber auch als Instrument begreifen, das eingesetzt wird, um eine breite Akzeptanz für staatlich verordnete soziale Ungleichheit im Kiez zu schaffen.

Zuletzt möchten wir noch auf die vielen weiteren interessanten Veranstaltungen hinweisen, die im Rahmen der stadtpolitischen Aktionswochen „Verdrängung Stoppen“ des Berliner Ratschlags stattfinden.