44_ http://vierundvierzig.blogsport.de Stadtteilgruppe rund um die Hermannstraße Wed, 15 Oct 2014 13:04:19 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zu Viel Ärger – Zu Wenig Wut http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/15/zu-viel-aerger-zu-wenig-wut/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/15/zu-viel-aerger-zu-wenig-wut/#comments Wed, 15 Oct 2014 13:03:42 +0000 Administrator Allgemein http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/15/zu-viel-aerger-zu-wenig-wut/ Lärmdemonstration am Samstag, den 18. Oktober
um 14:00 am Herrfurthplatz (nähe U-Bhf Boddinstraße)

Zu Viel �rger - Zu Wenig Wut

Mieterhöhung, Modernisierung, Umwandlung in Eigentumswohnungen, rassistische Stigmatisierung und Ausgrenzung, Kündigung durch ständig neue Eigentümer_innen, Umzugsaufforderung durch das Jobcenter bis hin zu Zwangsräumungen – während vor einigen Jahren die eigenen vier Wände noch ein sicherer Rückzugsort waren, bedeutet heute Wohnen für viele Menschen vor allem Stress. Oft ist die Miete so hoch, dass kein Geld mehr zum Leben übrig bleibt und immer öfter sind Menschen dem Terror profitgeiler Vermieter_innen ausgesetzt. Wohnraum für Menschen mit wenig Geld, ist in Berlin hingegen nicht mehr zu finden, nicht bei städtischen Wohnungsgesellschaften und auch nicht am Stadtrand.

Im Neuköllner Norden hat sich der Prozess von Aufwertung und Verdrängung in den letzten Jahren in besonders rasantem Tempo vollzogen. Es gibt kaum Haushalte, die von oben genannten Problemen nicht betroffen sind.

Aber es regt sich auch Widerstand und die Erfahrungen zeigen: wenn der Protest auf die Strasse getragen wird, haben Mieter_innen eine Chance, den Eigentümer_innen im ungleichen Kampf etwas entgegen zu setzen. Gemeinschaftliche Organisierung und praktische Soldiarität sind unsere Antworten auf den individuellen Druck, den der sogenannte Wohungsmarkt auf uns ausübt.

Um unserer Wut gegen diese Verhältnisse Ausdruck zu verleihen, rufen zahlreiche Initiativen und Gruppierungen zur Lärm-Demonstration: Zu viel Ärger – zu wenig Wut! Sie findet im Rahmen des stadtpolitischen Aktionszeitraums „Verdrängung Stoppen“ des Berliner Ratschlags statt. Und am gleichen Tag werden in zahlreichen Städten Europas Menschen demonstrieren, um dabei Wohnraum und ein Recht auf Stadt für alle Menschen zu fordern.

Seid dabei, seid laut, kreativ und wütend!

Demo-Route:

Herrfurthplatz (westliche Seite, Richtung Tempelhofer Feld) – Schillerpromenade – Okerstr. – Weisestr. – Kienitzer Str. – Hermannstr. – Werbellinstr. – Mainzer Str. – Flughafenstr. – Fuldastr. – Sonnenallee – Pannierstr. – Weserstr. – Fuldastr. – Sonnenallee – Erkstr. – Karl-Marx-Str. – Rathausvorplatz

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Videokundgebung am Dienstag, 13. Oktober in der Biebrichstraße 1a/3) http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/13/videokundgebung-am-dienstag-13-oktober-in-der-biebrichstrasse-1a3/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/13/videokundgebung-am-dienstag-13-oktober-in-der-biebrichstrasse-1a3/#comments Mon, 13 Oct 2014 21:11:31 +0000 Administrator Allgemein http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/13/videokundgebung-am-dienstag-13-oktober-in-der-biebrichstrasse-1a3/ Eine kleine Änderung: da es von behördlicher Seite nicht möglich war, die Videokundgebung direkt in der Hermannstraße zu machen, findet sie nun statt in der Biebrichstraße 1A/3 (Nähe der Villa Neukölln, U-Bhf Boddinstraße)

Videokundgebung Dienstag, 13. Oktober

Berlin Aspire Real Estate hat an die 20 Häuser in Berlin gekauft und betreibt überall das gleiche Spiel: Umwandlung in Eigentumswohnungen, Entmietung, Modernisierung, Vermietung als Ferienwohnungen. Bei uns im Kiez gehört unter anderem die Hermannstr. 232 Berlin Aspire. In den Nachbarkiezen wehren sich z. B. die Mieter_innen der Reichenberger Str. 114 und der Hobrecht Str. 40 gegen diese Übergriffe. Zur Unterstützung der sich wehrenden Mieter_innen gibt es eine Videokundgebung bei uns im Kiez:

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Veranstaltungen im Vorfeld der Lärmdemonstration am 18.10. http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/09/veranstaltungen-im-vorfeld-der-laermdemonstration-am-18-10/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/09/veranstaltungen-im-vorfeld-der-laermdemonstration-am-18-10/#comments Thu, 09 Oct 2014 13:19:03 +0000 Administrator Allgemein http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/10/09/veranstaltungen-im-vorfeld-der-laermdemonstration-am-18-10/ Im Vorfeld der Lärmdemonstration am 18.10. gibt es einige interessante Veranstaltungen, die sich thematisch mit einigen Inhalten der Demo überschneiden:

Samstag, 18.10., 13:00 – Mikrofonikia durch Neukölln (Nachbarschaftszentrum, Mahlower Straße 27)

Diese Aktionsform, die wir von griechischen Aktivist_innen übernommen haben, ist im wesentliche eine spaßige und laute Info-tour. Wir werden mit einem Megafon und vielen Flyern ausgestattet durch Neukölln ziehen, Infos und Sprüche durchgeben, Flyer verteilen und durch die daraus resultierende Aufmerksamkeit versuchen, mit vielen Nachbar_innen ins Gespräch zu kommen.

Samstag, 11.10. 15:00: Kiezspaziergang des Rixdorfer Kiezforums (Alfred-Scholz Platz, am Richardplatz Ecke Karl-Marx Straße)

Das Rixdorfer Kiezforum, welches ebenfalls die Lärmdemonstration unterstützt, lädt auf einen weiteren, sicherlich wieder sehr informativen Kiezspaziergang durch Rixdorf ein. Dieses Mal werden insbesondere Noch-Brachflächen und aktuelle Baustellen besucht. Zum Abschluss gibt’s Suppe im „Linus“.

Samstag, 11.10. 18:00: Videokundgebung (Kiezwand Ecke Weisestraße und Herrfurthstraße)

Auf dieser Videokundgebung wollen wir noch einmal gemeinsam ein paar Widerstandsgeschichten aus Neukölln und ganz Berlin Revue passieren lassen. Wir zeigen eine kleine Doku über Verdrängung in Neukölln, verschiedene kleine Videoclips zu Verdrängung und den Widerstand dagegen aus Neukölln und ganz Berlin. Zwischendurch gibt’s Musikvideos passend zum Thema.

Montag, 13.10. 18:30 Filmvorführung und Diskussion: „Verdrängung hat viele Gesichter“ (Moviemento)

„Berlin. Ein kleiner Kiez zwischen Ost und West. Verwilderte Brachen am ehemaligen Mauerstreifen. Motorsägen und Baukräne. Neubauten, Eigentumswohnungen und steigende Mieten. Versteckte Armut, AltmieterInnen, zugezogene Mittelschicht, Architekten, Baugruppen. Auf engstem Raum wird ein Kampf ausgetragen. Von Gesicht zu Gesicht. Direkt. Ohne Blatt vor dem Mund. Ängste artikulieren sich. Auf allen Seiten. Wut verschafft sich Ausdruck. Ein Kampf um Millimeter. Um den Kiez. Um Würde. Und um das eigene Leben.“

Der Dokumentarfilm „Verdrängung hat Viele Gesichter“ vom Filmkollektiv Schwarzer Hahn erscheint diese Woche in Berliner Kinos und verspricht eine interessante neue Perspektive auf die Mietenkämpfe in Berlin zu zeigen.

Am Montag, den 13.10. werden wir den Film gemeinsam schauen und anschließend etwas über die aktuellen Vorgänge in Neukölln diskutieren.

Einen Trailer gibt es hier.

Dienstag, 14.10. 19:00 Videokundgebung vor einem Haus der Berlin Aspire Real Estate (Hermannstraße 232)

Die Berlin Aspire Real Estate ist bekannt dafür, auf aggressive Art und Weise Miet- in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Mieterhöhung, dann Kündigung, dann Verkauf oder Ferienwohnungsvermietung über AirBnB – dies ist die Art und Weise, wie Berlin Aspire standardmäßig agiert. Mieterschutz und Mieterrechte interessieren Berlin Aspire nicht – es geht nur ums schnelle Geld.

Zusammen mit dem Café Reiche werden wir vor einem kürzlich von der Berlin Apire erworbenen Haus eine Videokundgebung halten, wo wir gemeinsam den Film Mietrebellen schauen werden.

Mittwoch, 15.10. 19:00: Diskussionsveranstaltung: Community Organizing und Mieter_innenmobilisierung in Berlin (Tristeza)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wem gehört die Stadt“ der Autonomen Neuköllner Antifa gibt es eine Podiumsveranstaltung mit Robert Maruschke, Kotti und Co. und Zwangsräumungen Verhindern.

Robert Maruschke, Autor und Aktivist hat ein Buch über Community Organizing geschrieben – einer aus den USA kommenden Technik, die sich mit der Aktivierung und Bestärkung von Menschen in der Nachbarschaft beschäftigt, um sich für ihrer Rechte einzusetzen. In diesem Zusammenhang untersucht er nicht nur die Ursprünge dieses Organisierungskonzeptes und theoretische Debatten, sondern auch praktische Anwendungsfelder bei der Mieter_innenmobilisierungen in Berlin. Gemeinsam wollen wir den Möglichkeiten von Community Organizing für aktuelle Kämpfe nachgehen, dieses aber auch als Instrument begreifen, das eingesetzt wird, um eine breite Akzeptanz für staatlich verordnete soziale Ungleichheit im Kiez zu schaffen.

Zuletzt möchten wir noch auf die vielen weiteren interessanten Veranstaltungen hinweisen, die im Rahmen der stadtpolitischen Aktionswochen „Verdrängung Stoppen“ des Berliner Ratschlags stattfinden.

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Kurzaufruf zur Lärmdemo am 18.10.2014 http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/09/16/kurzaufruf-zur-laermdemo-am-18-10-2014/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/09/16/kurzaufruf-zur-laermdemo-am-18-10-2014/#comments Tue, 16 Sep 2014 16:58:23 +0000 Administrator Allgemein Stadt und Land Zwangsräumung Jobcenter Kienitzer 95 Weisestr. 47 aufblühendes Neukölln Neubau http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/09/16/kurzaufruf-zur-laermdemo-am-18-10-2014/ Zu viel Ärger! Zu wenig Wut?
Lärm-Demonstration am 18. Oktober 14 Uhr Herrfurthplatz (U8 Bodinstrasse)

Mieterhöhung, Modernisierung, Umwandlung in Eigentumswohnungen, rassistische Stigmatisierung und Ausgrenzung, Kündigung durch ständig neue Eigentümer_innen, Umzugsaufforderung durch das Jobcenter bis hin zu Zwangsräumungen – während vor einigen Jahren die eigenen vier Wände noch ein sicherer Rückzugsort waren, bedeutet heute wohnen für viele Menschen vor allem Stress: Oft ist die Miete so hoch, dass kein Geld mehr zum Leben übrig bleibt und immer öfter sind Menschen dem Terror profitgeiler Vermieter_innen ausgesetzt. Wohnraum für Menschen mit wenig Geld ist in Berlin hingegen nicht mehr zu finden, nicht bei städtischen Wohnungsgesellschaften und auch nicht am Stadtrand.
Im Neuköllner Norden hat sich der Prozess von Aufwertung und Verdrängung in den letzten Jahren in besonders rasantem Tempo vollzogen. Es gibt kaum Haushalte, die von oben genannten Problemen nicht betroffen sind.
Aber es regt sich auch Widerstand und die Erfahrungen zeigen: wenn der Protest auf die Strasse getragen wird, haben Mieter_innen eine Chance, den Eigentümer_innen im ungleichen Kampf etwas entgegen zu setzen. Gemeinschaftliche Organisierung und praktische Soldiarität sind unsere Antworten auf den individuellen Druck, den der sogenannte Wohungsmarkt auf uns ausübt.
Um unserer Wut gegen diese Verhältnisse Ausdruck zu verleihen, rufen zahlreiche Initiativen und Gruppierungen zur Lärm-Demonstration: Zu viel Ärger! Zu wenig Wut? Sie findet im Rahmen des stadtpolitischen Aktionszeitraums des Berliner Ratschlags statt. Und am gleichen Tag werden in zahlreichen Städten Europas Menschen demonstrieren, um dabei Wohnraum und ein Recht auf Stadt für alle Menschen zu fordern. Seid dabei, seid laut, kreativ und wütend!

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12053-Showroom braucht Polizeischutz http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/07/12053-showroom-braucht-polizeischutz/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/07/12053-showroom-braucht-polizeischutz/#comments Sat, 07 Jun 2014 13:42:41 +0000 Administrator aufblühendes Neukölln Neubau http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/07/12053-showroom-braucht-polizeischutz/ Nach unserem etwas einsamen Besuch beim Showroom des Neubauprojektes 12053 – aufblühendes Neukölln am letzten Samstag hatten wir heute keinen Grund, uns über Einsamkeit zu beschweren. Vor dem Showroom erwarteten uns die Polizei mit nicht weniger als einem Streifenwagen, einer Wanne und einem Hundetransporter samt Polizeihunden! Eine weitere Wanne wartete hinter dem Gebäude und einige Zivilpolizisten wurden auch gesichtet. Unser Freund und Helfer, die Polizei, hat offensichtlich auch ein Problem mit dem Verdrängungsneubauprojekt und demonstrierte mit ihrer kreativen Aktionsform potentiellen Kaufinteressent_innen der Eigentumswohungen, welche Zukunft sie in Neukölln erwartet: ständiger Polizeischutz vor dem Protest bereits verdrängter und verdrängungsbedrohter Nachbar_innen.
screenshot der 12053-website
Von „null Stress“, mit dem Ziegert auf der Website des Projektes wirbt, kann da wohl keine Rede mehr sein, umso mehr aber von „viel grün“, solange es bei der Polizei noch grüne Uniformen gibt. Beeindruckt von der unerwarteten Solidarisierung ließen wir die Polizei unsere Arbeit machen und überlegen uns für nächste Woche, wie wir unseren eigenen Protest sinnvoll darauf abstimmen können.

Update: Ein Bild von dem Polizeibesuch

12053 - Polizei

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Gemeinsame Erklärung zu Stadt & Land http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/05/gemeinsame-erklaerung-zu-stadt-land/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/05/gemeinsame-erklaerung-zu-stadt-land/#comments Thu, 05 Jun 2014 11:05:37 +0000 Administrator Stadt und Land Zwangsräumung http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/05/gemeinsame-erklaerung-zu-stadt-land/ Gemeinsame Erklärung von der AG Wohnungen statt Lager / Multitude e.V., dem Asylstrike Berlin §23 Oranienplatz, dem Bündnis gegen Lager Berlin/Brandenburg, dem Bündnis gegen Rassismus, dem Bündnis Zwangsräumung verhindern, der Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen – KuB, der Stadtteil-Initiative Café Reiche, der Stadtteilinitiative 44_rund um die Hermannstraße, dem Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V. und der Wrangelkiezinitiative gegen steigende Mieten und Verdrängung.
Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ bricht ihre schriftliche Zusage, eine Wohnung für eine von einer Zwangsräumung bedrohte Familie bereitzustellen. Die Wohnung soll nun an Geflüchtete gehen. Hier werden Personen gegeneinander ausgespielt, deren Wohnungsnot ähnlich groß ist. Dieses Vorgehen akzeptieren wir nicht! „Stadt und Land“ muss ihre Verpflichtungen erfüllen!
In Nordneukölln steht eine Familie kurz davor, durch eine Zwangsräumung obdachlos zu werden. Der private Vermieter zeigt sich stur. Jahrelang bemühte sich die Familie vergeblich um eine neue, nach Richtlinien des Jobcenters „angemessene“ Wohnung. Vor einigen Monaten konnte das Bündnis Zwangsräumung verhindern gemeinsam mit der Familie durch zahlreiche Aktionen und Druck auf den Bezirk eine Wohnung von der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ erkämpfen. In der Folge erhielt die Familie eine schriftliche Zusage für eine Wohnung in der Falkstr. 22 (Rollbergviertel) von „Stadt und Land“. Durch diese Bestätigung für eine neue Wohnung konnte die Zwangsräumung vor Gericht vorerst ausgesetzt werden.
Viele Geflüchtete brauchen ebenfalls dringend Wohnungen. Die Lebensbedingungen in Sammelunterkünften für Geflüchtete sind ähnlich menschenverachtend wie in vielen sogenannten Wohnheimen für Obdachlose. Auf engstem Raum werden die Menschen in Mehrbettzimmern untergebracht, die Wasch- und Kochmöglichkeiten sind kaum funktionstüchtig, Privatsphäre gibt es nicht.
Dass gerade diese Not der Geflüchteten als Vorwand herhalten soll, um nun einer vor der Zwangsräumung stehenden Familie die Wohnung abzusprechen, akzeptieren wir nicht. Die Konkurrenz, die hier zwischen denjenigen hergestellt werden soll, die am stärksten von Wohnungsnot betroffenen sind, hat zum Ziel, uns zu trennen. Aber wir kämpfen zusammen für menschenwürdigen Wohnraum für alle!
„Stadt und Land“ ist dazu verpflichtet, im Rahmen des geschützten Marktsegmentes auch Wohnungen für Menschen bereitzustellen, die auf dem angespannten Wohnungsmarkt sonst keine finden. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft erfüllt diese Kontingente aber seit Jahren nicht und lehnt z.B. Wohnungsbewerber*innen mit Schufaeinträgen für reguläre Wohnungen konsequent ab; zudem lässt „Stadt und Land“ regelmäßig Mieter*innen zwangsräumen. Ebenso verhält es sich mit den Wohnungen, die „Stadt und Land“ für Geflüchtete zu Verfügungen stellen müsste: Im Jahr 2012 schaffte es das Unternehmen gerade einmal, fünf Prozent der vertraglich vereinbarten Wohnungen anzubieten und schneidet damit sogar noch schlechter ab als die anderen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften.
„Stadt und Land“ vermietet etwa 2.800 Wohnungen pro Jahr neu. Die Wohnungen sind also da – „Stadt und Land“ kann entscheiden, wer sie bekommt! Als zu 100 Prozent dem Land Berlin gehörende Wohnungsbaugesellschaft muss „Stadt und Land“ alle Verpflichtungen, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, erfüllen. Dies muss für die am stärksten von Wohnungsnot Betroffenen gelten statt für den größtmöglichen Gewinn!

Wir fordern von „Stadt und Land“:
Einhaltung der Zusage an die von Zwangsräumung bedrohte Familie bzgl. der Wohnung in der Falkstr. 22.
Falls die Wohnung in der Falkstr. 22 bereits für Geflüchtete zugesagt wurde: Einhaltung der Zusage an die Geflüchteten und Vermietung einer anderen Wohnung im Rollbergviertel an diese Geflüchteten. Dafür steht im selben Haus in der Falkstr. 22 eine weitere Wohnung in ähnlicher Größe frei.
 Vermietung aller leer stehenden und frei werdenden Wohnungen im Rahmen der mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) vereinbarten Kontingente.
Erfüllung der verpflichtenden Quoten im Rahmen des geschützten Marktsegmentes für Menschen mit Zugangsschwierigkeiten auf dem freien Wohnungsmarkt.

Hintergrund:
Do., 05.06.2014, um 14 Uhr, findet eine Kundgebung vor „Stadt und Land“ statt, Hermannstr./Werbellinstr. (U-Bhf. Boddinstr.):
Hintergrund zur Situation der zwangsräumungsbedrohten Familie:
Erfüllungsquoten landeseigene Wohnungsbaugesellschaften für Geflüchtete:
Interview mit Geflüchtetem über Wohnungssuche:

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Hintergurnd für die Kundgebung gegen S&L am Donnerstag http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/04/hintergurnd-fuer-die-kundgebung-gegen-sl-am-donnerstag/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/04/hintergurnd-fuer-die-kundgebung-gegen-sl-am-donnerstag/#comments Wed, 04 Jun 2014 13:57:50 +0000 Administrator Stadt und Land Zwangsräumung http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/06/04/hintergurnd-fuer-die-kundgebung-gegen-sl-am-donnerstag/ Die öffentliche Wohnungsbaugesellschaft „Stadt und Land“ (S&L) gehört dem Land Berlin. Sie ist vertraglich verpflichtet, Wohnungen an Leute zu geben, die auf dem angespannten und rassistischen Wohnungsmarkt sonst keine finden. Also zum Beispiel an Leute mit wenig Geld und an geflüchtete Personen. S&L macht das aber nicht so, wie sie müsste. Ganz im Gegenteil: Einer Familie aus Neukölln, die kurz vor der Zwangsräumung steht, war nach Aktionen und Druck auf den Bezirk von S&L eine konkrete Wohnung zugesichert worden. Diese Zusicherung wurde jetzt zurückgezogen mit der Behauptung, genau diese Wohnung solle nun an Geflüchtete vergeben werden.

Hier werden Menschen gegeneinander ausgespielt, deren Wohnungsnot ähnlich groß ist. Aber wir halten zusammen! Wir kämpfen gemeinsam und fordern: S&L soll ihre Verpflichtungen erfüllen und sowohl der Familie als auch den Geflüchteten Wohnungen zur Verfügung stellen!!! Außerdem fordern wir die Einhaltung aller vereinbarten Kontingente mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales!

Mit dem LaGeSo hat S&L vertraglich vereinbart, einen festen Anteil an Wohnungen an Personen zu vermieten, die sonst keine finden. Unter anderem gibt es ein Kontingent für Geflüchtete. Diesen Anteil erfüllte S&L zum Beispiel 2012 fast gar nicht (zu fünf Prozent). Außerdem stehen Wohnungen Leuten mit wenig Geld zu. Stattdessen sind Mieterhöhungen und Zwangsräumungen keine Seltenheit bei S&L. Im April/Mai 2013 konnten wir aber, indem wir zusammen für eine neue Wohnung gekämpft haben, die Zwangsräumung von Zeinab und Maya durch S&L verhindern. S&L arbeitet auch eng und Mieter*innen-unfreundlich mit dem Jobcenter Neukölln zusammen. Kein Wunder, denn wo Profit wichtiger ist als Menschen, fällt die „soziale Verantwortung“ hinten runter. Stadt und Land vermietet etwa 2.800 Wohnungen neu pro Jahr. Die Wohnungen sind also da – Stadt und Land entscheidet, wer sie bekommt!

Zeigen wir S&L, wo der Hammer hängt! S&L auf ihre „soziale Verantwortung“ festnageln!

Kommt zur Kundgebung vor Stadt & Land (Hermannstr. 208-210) am Donnerstag, 14.00 Uhr!

Mehr Informationen: zwangsraeumungverhindern.blogsport.de

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Besuch beim Showroom und Mikrofonikia http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/31/besuch-beim-showroom-und-mikrofonikia/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/31/besuch-beim-showroom-und-mikrofonikia/#comments Sat, 31 May 2014 14:18:17 +0000 Administrator aufblühendes Neukölln Neubau http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/31/besuch-beim-showroom-und-mikrofonikia/ Gegen 12.30 statteten wir heute gemeinsam mit enagagierten Nachbar_innen dem Showroom des Neubauprojekts 12053 – aufblühendes Neukölln einen kleinen Besuch ab, um potentielle Käufer_innen davon zu überzeugen, sich nicht zum Teil dieses Gentrifizierungsprojektes zu machen und den ganz normalen Verdrängungsalltag von Cassada & Ziegert zu stören.
Leider trafen wir dort niemanden an, den wir stören konnten, der Showroom lag einsam und verlassen da. Das Geschäft scheint auch ohne unsere Intervention nicht gut zu laufen.
Umso besser lief unsere anschließende Mikrofonikia durch die umliegenden Straßen. Mit Megaphon und Flyern bewaffnet zogen wir durch den Kiez, brachten Infos über das Neubauprojekt und seine Rolle in den Verdrängungsprozessen unter die interessierten Leute und führten bei strahlendem Sonnenschein spannende Gespräche mit unseren Nachbar_innen. Reges Interesse und aufmunternde Zurufe aus einigen Fenstern versüßten uns den Nachmittag und ermutigten uns, unseren Protest auch weiterhin lautstark in den Kiez zu tragen.

*** Update ***
Einige Besucher_innen des Showrooms ließen sich wohl nicht so schnell entmutigen wie wir. Folgende Erklärung erreichte uns heute nachmittag:

Showroom von Cassada & Ziegert verschönert

Cassada und Ziegert werben mit „null Stress“ für ihre Luxusneubauten auf dem Kindl-Gelände. Wir sagen: wer andere mit Aufwertung und Verdrängung stresst, wird zurückgestresst! Als kleinen Auftakt haben wir den Showroom des Kindl-Neubaus mit Luftschlangen und Konfetti verziert und die Infomaterialien dort hinbefördert, wo sie hingehören: in die Klos! Auf Cassada, Ziegert & ihre Eigentumswohnungen kann man nur scheißen!
Wir wünschen viel Spaß beim Aufräumen.

gestresste Nachbar_innen

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Kundgebung gegen Stadt & Land http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/30/kundgebung-gegen-stadt-land/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/30/kundgebung-gegen-stadt-land/#comments Fri, 30 May 2014 16:28:02 +0000 Administrator Stadt und Land Zwangsräumung http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/30/kundgebung-gegen-stadt-land/ M. & T. wurde im Rahmen eines Gerichtsprozesses eine Wohnung von Stadt und Land (S&L) zugesichert. Diese Zusicherung wurde von S&L mit der Begründung zurückgezogen, dass genau diese Wohnung an Geflüchtete vergeben werden soll. Die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften haben mit dem Senat ein Abkommen, welches regelt, dass ein jährliches Kontingent an Wohnungen an Geflüchtete vergeben wird. Wir finden, S&L sollte sowohl M&T als auch den Geflüchteten Wohnungen zur Verfügung stellen und nicht die aus ihrer Aktion entstehende Konkurrenz fördern. Denn die Wohnungen sind da, es
liegt an ihnen wer sie bekommt!

Kommt zahlreich und zeigt S&L wo der Hammer hängt!!

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Kundgebung vor der Stadt&Land Filiale in der Hermannstr./Werbellinstr. (U Boddinstr.) am Donnerstag 05.06.2014 ab 14 Uhr
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Zwangsräumungen verhindern! S&L auf ihre „soziale Verantwortung“ festnageln!

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Grundsteinlegung auf dem Kindl-Gelände: Ziegert & Casada haben Angst vor Protest http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/02/grundsteinlegung-auf-dem-kindl-gelaende-ziegert-cascada-haben-angst-vor-protest/ http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/02/grundsteinlegung-auf-dem-kindl-gelaende-ziegert-cascada-haben-angst-vor-protest/#comments Fri, 02 May 2014 17:03:42 +0000 Administrator aufblühendes Neukölln Neubau http://vierundvierzig.blogsport.de/2014/05/02/grundsteinlegung-auf-dem-kindl-gelaende-ziegert-cascada-haben-angst-vor-protest/ Am 24.04 wurde feierlich der Grundstein für das Neubauprojekt „12053 – aufblühendes Neukölln“ auf dem Kindl-Gelände gelegt, Grund genug für uns, spontan vorbeizuschauen und unseren potentiell neuen Nachbar_innen klar zu machen, dass sie Teil der Verdräungung in Nord-Neukölln sind und wir das gar nicht lustig finden.
Vor Ort fanden befanden sich schon einige Polizist_innen und die Gerüchte, dass nachts ein Werbeschild für das Neubauprojekt und die Wand des Showrooms mit Farbe verschönert wurden. Erfreut darüber, nicht alleine mit unserem Protest zu sein, machten wir uns auf die Suche nach den Farbflecken. Die Werbetafel, die sonst immer vor dem abgezäunten Baugelände stand, war verschwunden, hinter auffällig drapierten Ziegert-Fahnen an der Fassade fanden wir tatsächlich schwarze Farbe an der Wand. Ziegert & Casada scheinen ordentlich Angst zu haben, dass Protest gegen ihr Verdrängungs-Neubauprojekt das Verkaufsgeschäft schädigen könnte. Dieser Eindruck verstärkte sich im Laufe des Vormittags, als uns der Zutritt zur Eröffnungsfeier versagt wurde, da wir dabei gesehen wurden, nach den Farbflecken zu suchen. Ärgerlich, dabei hatten wir uns so auf einen Meinungsaustauch, das Buffet und den Gratissekt gefreut. Ein sichtlich aufgeregter Geschäftsführer suchte mehrmals das Gespräch mit uns, wollte erfahren, was wir noch so alles geplant haben, und hatte außer dem Verweis auf sein Hausrecht keine Erklärung für uns, warum wir an der Veranstaltung nicht teilnehmen dürfen. Uns ist das natürlich schon klar: Protest gegen das Neubauprojekt ist unerwünscht, das in Frage stellen des angeblichen sozialen Engagements des Projektes gefährdet die greenwashing-Strategie von Ziegert. So wunderte es uns auch wenig, als die Polizei uns nach Absprache mit dem Casada-Geschäftsführer androhte, uns vom Privatgelände (der Straße „Am Sudhaus“) wegzuschicken, falls wir uns nicht ordentlich benehmen. Wir konnten immerhin noch unser Transpi halten, ein paar Parolen rufen und im Gespräch mit einigen Kaufinteressent_innen unseren Protest gegen das Projekt als Teil der Verdrängungsprozesse in Neukölln deutlich machen. Aber auch hier versuchte der Geschäftsführer in einem schon fast verzweifelten Versuch, sich vor unser Transparent zu stellen, den Protest unsichtbar zu machen.
Wir waren viel zu wenige, aber die Grundsteinlegung hat uns trotzdem gezeigt, wie viel Angst Ziegert & Casada vor öffentlicher Kritik an ihrem Neubauprojekt haben. Das ermutigt uns, sie zur nächsten öffentlichen Veranstaltung wieder zu besuchen und noch ein paar Freund_innen mehr mitzubringen!

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